START - HOME
ÜBER UNS - FIRMA
AKTUELLER WEBLOG
WEBLOG ARCHIV
COMMUNITY CLUB
INDEX TRACKER
DAS GLOBALE MAGAZIN
PRESSE - BILDER
LÄNDER-BERICHTE
MEDIEN-BERICHTE
Börse Online
Elite Report
EURO
Euro am Sonntag
FAZ
FID Verlag
Finanzbuch Verlag
Finanzen Wirtschaft
Focus Money
Fuchsbriefe
Handelsblatt
Investor Verlag
Portfolio Journal
Smart Investor
Wirtschaftswoche
Zertifikateberater
NEWSLETTER
KONTAKT
IMPRESSUM - AGB

International Banking = Globales RisikomanagementInternational Banking = Globales Risikomanagement

Ich stelle in der Praxis immer wieder fest, dass gerade Privatanleger, Investoren aber auch deren Berater viel zu wenig über Landesgrenzen hinausdenken und vor allem handeln. Stellen Sie selbst sich doch einmal die Frage: „Mein Wertpapierdepot ist (hoffentlich) optimiert – Aber sind auch meine „Lagerstellen“ optimiert und strukturiert? Wenn man sich das Vermögensmanagement von privaten Investoren vor Augen führt fällt auf, dass viele Anleger ihren Focus auf das Management des monetären Risikos legen, das bedeutet, ist das Depot gut strukturiert, sind die richtigen Finanzprodukte und Anlageformen (Aktien, Zertifikate, Investmentfonds, ETFs) risikoadjustiert und strukturiert enthalten, ist genügend Liquidität zur Verfügung, wird das Kapital kostengünstig verwaltet und vor allem, ist das Depot von den enthaltenen Märkten, Anlageklassen und Produkten gut gestreut, entsprechend dem Risikoprofil, den Zielen und Bedürfnissen des Anlegers.

Risiko ist nicht gleich Risiko!

Strategische Risiken wie beispielsweise Rechtssprechung, Steuerliche Regularien, Anbieterauswahl oder operative Risiken wie beispielsweise der Zugang zu Banken und Vermögensverwaltern, oder technische Probleme in Extremsituationen (11. September, Irak-Krieg, globale Bedrohungen, Epedemien, Missmanagement und Unternehmensschieflagen, Systemkrisen) bleiben oftmals komplett außen vor, können aber erhebliche Auswirkungen wiederum auf die finanziellen Risiken haben und deren gutes Management unter Umständen komplett ad absurdum führen.

Selbst auf der Produktebene bedeutet dies auch, dass aktives Risikomanagement eben nicht nur die Beimischung von Teilschutz- oder Garantieprodukten sein kann. Das Emittentenrisiko ist mittlerweile seit dem Lehman Brothers Debakel wohl jedem professionellen Vermögensberater oder Anleger bewusst. Ganzheitliches Risikomanagement bedeutet allerdings nicht nur die Optimierung auf der Produktebene.

Auch Systemrisiken auf der globalen Makroebene (Schieflagen einzelner Banken, möglicher Zusammenbruch der Finanzsysteme, Staatsprobleme, Währungsturbulenzen oder gar eine Währungsreform), aber auch operative Risiken auf der persönlichen und individuellen Mikroebene wie Scheidungs- und Haftungsrisiken oder Nachfolgemodelle sollten unbedingt schon frühzeitig Beachtung finden in der Vermögensstrukturierung sonst habe Kapitalanleger unter Umständen zwar ein tolles Depot mit einer schönen Performance, es gehört aber plötzlich jemand anderem oder aber die Kaufkraft der enthaltenen Geldwerte hat sich in Luft aufgelöst, beispielsweise im Falle einer möglichen Hyperinflation!

Es ist ähnlich wie mit dem beliebten Spruch an der Börse, das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer. Wobei es an der Börse diesen „Anderen teilweise gar nicht gibt“.

Die Hauptrisiken bestehen für Bürger und Anleger aus meiner Sicht vor allem bei den Beschäftigungs-, Sozial- und Vermögensstrukturen. Also müssen diese Ihre Vermögensstrukturen den neuen Rahmenbedingungen der Globalisierten und Krisenbehafteten Welt anpassen. Jeder einzelne muss seine „Vermögenswerte“ (Kapital, Wissen, Gesundheit, Lebenssituationen, Partnerschaften) analysieren und neu ausrichten.

Der altbewährte Leitsatz „Lege niemals alle Eier in einen Korb“ bekommt also eine erweiterte Bedeutung. Es zählt nicht nur, mehrere Körbe zu wählen und die Eier zu verteilen, sondern auch unterschiedliche Transportmittel- und Transportzeiten für die Körbe auszuwählen.

Haupt-Risikoarten

1. Finanzielle Risiken

+ Liquiditätsrisiken
+ Marktrisiken
+ Ausfallrisiken (Bonitätsrisiken)

2. Strategische Risiken

+ Politische Risiken
+ Management Risiken
+ Gesellschaftliche Risiken
+ Rechtliche und regulatorische Risiken
+ Höhere Gewalt

3. Operative Risiken

+ System- und Betriebsrisiken

Die Rettungsschirme, Hilfsmaßnahmen und Konjunkturpakete der Staaten sind ebenfalls Strategische Hauptrisiken, welche es zu managen gilt!

Die Gefahr der Staatsentschuldung durch Geldentwertung (Währungsreform) ist eines der Damoklesschwerter für jeden Vermögensinhaber, welcher in Geldwerte und nicht in Sachwerte investiert ist. Daran sollten vor allem Investoren und auch deren Berater denken, wenn diese glauben kein Risiko in ihren Wertpapierdepots zu haben, weil beispielsweise das gesamte Depot aus Festgeld, Eonia-ETFs, Staatsanleihen oder Bundesschatzbriefen besteht.

Vermögensmanagement = Strukturierung von Mittelherkunft und Mittelverwendung

Für mich ist alles im (Wirtschafts-)leben auf zwei grundlegende Dinge reduzierbar. Die Mittelherkunft und die Mittelverwendung. Das gilt für Private Haushaltskassen oder das Taschengeld von Kindern genauso wie für Unternehmen oder ganze Staatshaushalte.

Wer viel verdient, kann ruhig etwas mehr für eigentlich nicht notwendige Dinge und Luxus ausgeben. Was passiert jedoch momentan in den weltweiten Volkswirtschaften? Die Einkunftsseite, vor allem durch Steuereinnahmen bricht komplett weg. Die Ausgabenseite, durch Konjunkturprogramme und die unzähligen Hilfsmassnahmen und Rettungsschirme hingegen nimmt immer stärker zu.

Wir hören täglich wie Verantwortungsbewusst die Politik mit unseren Steuergeldern umgeht. Das sind doch gar keine Steuergelder mehr, das sind Anlagegelder (Fremdkapital) von Bürgern, die in scheinbar sichere Staatspapiere investieren. Soviel Steuern kann ein Staat in Zukunft gar nicht erheben, um diese Staatsschulden auch nur annähernd zu amortisieren. Sie sind Gläubiger des Staates wenn Sie Staatsanleihen oder Bundeswertpapiere haben. Das ist die Mittelherkunft des Staates. Die Mittelherkunft ist durchaus solide. Aber die intelligente Mittelverwendung von einzelnen Staaten halte ich für stark fraglich, so dass dies ein weiterer Grund ist auch Vermögenswerte in unterschiedlichen Staaten bei deren Banken zu lagern.

Besicherte Zertifikate? - Ja aber durch Sachwerte!

Heute möchte ich einmal wieder einen kurzen Blick auf die Zertifikatebranche werfen. Einige Anbieter aus der Zertifikatebranche begeben mittlerweile durch Staatsanleihen besicherte Zertifikate. Anleger sollten sich bewusst sein, dass dies nicht unbedingt eine Risikoreduktion, sondern eine Risikotransformation von Unternehmen auf Staaten ist. Ich würde mir Wünschen, dass beispielsweise ein Daimler Bonuszertifikat nicht durch den Geldwert einer Staatsanleihe besichert wird, sondern durch den Sachwert der Hinterlegung der Daimler Aktie. Diese Sachwerthinterlegung von (Papierwert)-Zertifikaten ist aus meiner Sicht eine Zukunftsstrategie der Zertifikatebranche. Wenn Anleger derartige Zertifikate dann noch International bei Ausländischen Banken streuen und strukturieren, bedeutet dies intelligentes, proaktives, grenzüberschreitendes Anlage und Risikomanagement.

Fazit – Grenzüberschreitendes Portfoliomanagement ist intelligentes, aktives Anlage- und Risikomanagement

Für mich ist die Kapitalanlage im Ausland gerade jetzt in Zeiten der Unsicherheit, der Globalen Krisen und des Vertrauensverlustes in die Systeme ein wichtiger Beitrag für das Vermögens- und Risikomanagement gerade auch von Privatanlegern.

Die Hauptintention für eine Kapitalanlage im Ausland ist dabei keinesfalls die Steueroptimierung oder gar Steuerhinterziehung. Das Steuern ist wichtiger als die Steuern. An erster Stelle muss immer die Risikoadjustierte Anlageentscheidung stehen. Danach kann der Blick auf eine mögliche Steueroptimierung gerichtet werden.

Anleger sollten sich daher vor allem auch nicht von den aktuellen Medienberichten zu der Diskussion um das Bankgeheimnis verunsichern lassen. Es hat sich Grundlegend überhaupt nichts geändert, im Gegenteil die Entwicklungen sind sogar positiv zu bewerten, vor allem durch mehr Rechtssicherheit und dem „Druck“ auf Ausländische Banken und Berater zu mehr Service- und Beratungsqualität! Das kommt Kapitalanlegern positiv zugute, welche ausländische Bankverbindungen, Anlageprodukte und Servicedienstleistungen in ihre Vermögenssteuerung integrieren.

Durch die Verteilung von Vermögenswerten auf mehrere Länder mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen und geografischen Lagen, differierenden Gesetzgebungen sowie verschiedenen Banken und Vermögensverwaltern streuen Investoren bei gezielter und professioneller Strukturierung damit operative und strategische Risiken, ohne dass grenzüberschreitende Querverbindungen der einzelnen Anbieter negative Einflüsse haben.

International Banking - 6. Frankfurter Investmenttag

Dieser Themenbereich ist auch Inhalt des meines Vortrages „International Banking – Globalisieren Sie Ihr Vermögen“ auf dem 6. Frankfurter Investmenttag.

Die Inhalte meines Vortrages:

+ Die Hauptrisiken für Vermögenswerte – Wie man sich vor Rechtlichen und Politischen Risiken, einer
Hyperinflation und Währungsreform schützen kann

+ Krisenvorsorge und Vermögensschutzstrategien. Sachwerte statt Geldwerte - Die besten Anlagestrategien mit konkreten Umsetzungsvorschlägen

+ Interessante und innovative Anlagestrategien mit Zertifikaten, Derivaten und ETFs

+ Ausländische Bankplätze - Die aktuellen Entwicklungen in
Liechtenstein, der Schweiz, Österreich und Luxemburg mit einem Blick nach Dubai und Singapur

+ Vorstellung von Sicheren Banken und Discountbrokern im Ausland für ein risikooptimiertes Vermögensmanagement

Weiterführenes für zum Frankfurter Investmenttag für Anlageberater, Vermögensverwalter und unabhängige Finanzberater! finden Sie hier

Ihr

Markus Miller
Gründer und Herausgeber GEOPOLITICAL.BIZ

GEOPOLITICAL.BIZ: Auswandern | Leben + Arbeiten im Ausland | Steuern | Risikomanagement | Wohnsitzverlagerung | Vermögensschutz | Vermögenskontrolle | Geopolitische Vermögenssteuerung by Markus Miller