
Aktienalternative - das ABC des Devisenhandels!
Ich habe gerade eine Broschüre fertiggestellt mit dem Titel “Das ABC der Kapitalanlage im Ausland - Globalisieren Sie Ihr Vermögen und steuern Sie strategisch Ihr Risiko!“
Diese Publikation ist exklusiv für alle bestehenden und neuen Abonnenten meines Printmagazines „Kapital & Steuern vertraulich“.
Vom Ein mal Eins zum ABC!
Das tolle Feedback, welches ich bislang zu dieser Broschüre bekommen habe, hat mich nun dazu veranlasst, im Rahmen meiner GEOPOLITICAL.BIZ Weblogs einen weiteren – aus meiner Sicht – sehr empfehlenswerten Anlagebereich in seinen Grundzügen vorzustellen. Den Globalen Markt und die einzigartig vielfältigen Möglichkeiten des Online-Devisenhandels.
Mein Bestreben ist es auch, empfehlenswerte Anbieter in das GEOPOLITICAL.BIZ Netzwerk und die Online Plattform www.geopolitical.biz aktiv zu integrieren und zu implementieren.
Devisen-Kassageschäfte sind Abgeltungsteuerfrei
Ich könnte nun wirklich natürlich ein ganzes Buch zu dieser Thematik des Devisenhandels schreiben, allerdings habe ich mich in den letzten Wochen sehr intensiv mit den Möglichkeiten des Devisenhandels beschäftigt. Vor allem natürlich auch vor dem Hintergrund der Abgeltungsteuerfreiheit von Devisen-Kassageschäften nach einem Jahr Haltedauer. Ich möchte mich auch nun wirklich nicht als Experte für den Devisenhandel bezeichnen, da bin ich auch noch Lichtjahre entfernt, allerdings war ich vollkommen überrascht, welche technischen Ordermöglichkeiten – im Gegensatz zu den Aktienmärkten – es hier beispielsweise gibt. Diese Grundlagen möchte ich Ihnen heute als praxisnahe Anregung an die Hand geben.
Die Globalen Devisenmärkte – Der Finanzmarkt der (fast) unbegrenzten Möglichkeiten
Der Devisenhandel, welcher auch als „Forex“ für „Foreign exchange“ bezeichnet) ist der umsatzstärkste Finanzmarkt der Welt. Das tägliche Handelsvolumen wird derzeit auf circa 3 Billionen US-Dollar geschätzt und ist damit größer als alle anderen Finanzmärkte zusammen. Im Unterschied zu den anderen Finanzmärkten - wie beispielsweise die einzelnen Aktienmärkte – können Sie hier rund um die Uhr weltweit handeln. Die Märkte eröffnen montags um 5 Uhr Ortszeit Sydney und schließen am Freitag 17 Uhr Ortszeit New York. Wie bei Aktien oder anderen Finanzprodukten, gibt es auch im Währungshandel sogenannte Spreads. Aus dem Wechselkurs zwischen zwei Währungen werden also zwei Preise abgeleitet, zu denen Sie eine Position kaufen (Brief oder Ask), oder verkaufen können (Geld oder Bid). Die Differenz zwischen diesen beiden Kursen wird als „Spread“ bezeichnet.
Währungspaare oder Cross Rates
Währungen werden jeweils in sogenannten Paaren, beispielsweise EURUSD oder JPYCHF angegeben. Dabei wird jeweils eine Währung gekauft („Long-Position“) und gleichzeitig die andere Währung verkauft („Short-Position“).
Was sind Pips?
Die Preise von Währungen werden mit bis zu 5 relevanten Stellen angegeben, wobei die Zahl der Nachkommastellen zwischen 2 und 5 variiert. Die letzte Stelle gibt die kleinstmögliche Preisänderung zwischen zwei Währungen an und wird als „Pip“ bezeichnet – vergleichbar zu den Bezeichnungen „Tick“ oder „Punkt“ bei anderen Finanzinstrumenten. Ausgehend von einem EURUSD-Kurs von 1,5027 würde eine Erhöhung um 10 Pips einen neuen Kurs von 1,5037 bedeuten. Neuerdings werden bei einigen Währungen sogar halbe Pips quotiert, was teilweise noch engere Spreads ermöglicht. Beim Devisenhandel hängt der Wert eines Pips von zwei Variablen ab – der Positionsgröße der Handelsposition und dem jeweiligen Währungspaar.
Forex Ordertypen - Optimiertes Anlage- und Risikomanagement
Es gibt wie gesagt eine Reihe von Ordertypen im Devisenhandel, welche ein sehr effizientes Handeln ermöglichen. Einige dieser Ordertypen kannte ich aus dem Aktienhandel bislang nicht oder nur am Rande. Darum habe ich in letzter Zeit einige Praxiserfahrungen damit gesammelt und möchte Ihnen nachfolgend die wesentlichen Typen vorstellen:
1. Limit-Order
Eine Limit-Order wird üblicherweise verwendet, um eine Position zu einem festgelegten Kurs zu eröffnen oder schließen, der besser als der jetzige Marktpreis ist. Darüber hinaus kann die Gültigkeitsdauer einer Limit-Order festgelegt werden, bevor diese (automatisch) gelöscht wird.
2. Stop if Bid
Eine „Stop if Bid“-Order wird verwendet, um die Ausführung des Auftrages vom Erreichen eines bestimmten Bid-Kurses abhängig zu machen. Typischerweise wird diese Orderart verwendet, um Devisen zu kaufen, sobald eine bestimmte Schwelle erreicht worden ist.
3. Stop if Offer
Eine „Stop if Offer“-Order wird verwendet, um die Ausführung des Auftrages vom Erreichen eines bestimmten Ask-Kurses abhängig zu machen. Typischerweise wird diese Orderart verwendet, um Devisen zu verkaufen, sobald eine bestimmte Schwelle erreicht worden ist.
Die Verknüpfung mehrerer Aufträge erlaubt es dem Investor, verschiedene Eventualitäten zu berücksichtigen und somit auch in volatilen Märkten optimal zu agieren.
4. One Cancels Other (OCO)
Bei dieser am häufigsten verwendeten Art der Orderverknüpfung führt die Ausführung eines Orderteiles dazu, dass der zweite Orderteil automatisch gelöscht wird. Beim Devisenhandel wird dies häufig so gehandhabt, dass beispielsweise der Kauf einer Währung zum Löschen eines alternativ möglichen Verkaufsauftrags führt. Auch der gleichzeitige Einsatz einer Verlustbegrenzung („Stop Loss“) und einer Gewinnmitnahme („Take Profit“) ist nur in Form eines OCO-Auftrags sinnvoll.
5. If Done (ID)
Diese sogenannten „bedingten Order“ werden erst dann aktiv, wenn eine vorherige Order ausgeführt wurde. Ein Beispiel hierfür wäre eine potentielle Kauforder im Währungspaar EURUSD, sofern ein Preis von 1,5000 erreicht wird sowie ein Auftrag, bei 1,4900 zu verkaufen, (aber nur) sofern der vorherige Auftrag ausgeführt wurde.
6. Trailing Stop („nachfolgender Stop“)
Ein „Trailing Stop“ ist ein modifizierter Stop-Loss-Funktion, bei dem sich der Stop-Loss-Wert dynamisch mit dem jeweiligen Währungspreis ändert. Sofern Sie eine Währung gekauft haben („long“), ändert sich der Stop-Loss-Preis im Falle steigender Preise, ändert sich jedoch bei sinkenden Kursen nicht. Somit liegt der Stop-Loss-Preis immer in einem festgelegten Abstand vom zuletzt erreichten besten Marktpreis. Mit einem „Trailing Stop“ können Sie Gewinne solange dynamisch absichern, bis sich der Markt wieder „gegen“ Ihre Position dreht.
Mein Fazit – Tradingalternative: Devisen statt Aktien!
Ich stelle momentan sehr stark fest, dass vor allem Aktive Investoren und Trader, welche nach technischen Indikatoren handeln, weggehen von Aktienmärkten oder Finanzprodukten auf Einzelaktien oder Aktienindizes. Das liegt aus meiner Sicht vor allem daran, dass immer mehr Anleger erkennen, dass der Devisenmarkt der fairste und auch liquideste Markt der Welt ist. Preis- und Marktmanipulationen sind im Gegensatz zu manchen Aktienmarktturbulenzen (Insiderhandel, Missmanagement, Kursmanipulationen, Frontrunning, Scalping usw.) praktisch ausgeschlossen. Die vielfältigen Handelsmöglichkeiten im Direkthandel geben Ihnen darüber hinaus weitere Instrumente des professionellen Risikomanagements an die Hand, welche aus meiner Sicht gerade in der derzeitigen Phase der Globalen Verunsicherung von enormer Wichtigkeit und Vorteilhaftigkeit sind. Aufgrund der dezentralen Struktur der weltweiten Devisenmärkte haben Sie auch die Möglichkeit einen 24-Stunden-Handel umzusetzen.
Kurz gesagt also höchste Flexibilität, höchste Liquidität, Unabhängigkeit von den Börsen bei niedrigen Anlagevoluminas und Transaktionskosten.
